Projektverbund: mehrere Projekte, eine Kostenverfolgung
Sieben Gebäude, zwei Bauabschnitte, eine Bank je Haus — und trotzdem eine Gesamtsumme. Der Projektverbund fasst eigenständige Projekte zu einer gemeinsamen Kostenverfolgung zusammen, ohne dass eines davon seine Eigenständigkeit verliert.
Der Anlass war ein Kundengespräch: sieben Gebäude auf einem Grundstück, in zwei Bauabschnitten. Ein anderes Vorhaben: zwei Häuser, jedes mit seiner eigenen Bank. Ein drittes: Doppelhaushälfte und Mehrfamilienhaus mit getrennter Förderung. Drei Mal dieselbe Frage — ein Projektraum oder mehrere?
Beide Antworten waren bisher schlecht. Wer alles in einen Projektraum legt, verliert die Trennung: Die Bank, die den Fortschritt ihres Hauses sehen will, bekommt einen Gesamtbericht, in dem ihr Haus nicht vorkommt. Wer pro Gebäude einen Projektraum anlegt, hat die Trennung — aber keine Gesamtsumme mehr. Ein Kunde hat es uns unumwunden gesagt: Er packe alles in einen Raum, „weil es keinen Sinn macht, das anders zu tun".
Genau diese Lücke schließt der Projektverbund. Er fasst mehrere Projekte zu einer gemeinsamen Kostenverfolgung zusammen — für Gebäude oder Arbeitspakete, die für sich stehen (eigene Finanzierung, eigene Abrechnung) und doch zusammengehören.
Er rechnet nur zusammen — besitzen tut er nichts
Das ist die ganze Idee, und sie ist bewusst klein gehalten: Gepflegt wird weiterhin im einzelnen Projekt. Rechnungen, Aufträge, Freigaben, Dokumente — alles bleibt dort, wo es hingehört. Der Verbund legt sich nur darüber und addiert.
- Die DIN-276-Kostenverfolgung des Verbunds sieht aus wie die eines Projekts — nur eben über alle Mitglieder hinweg.
- Jede Zeile zeigt, aus welchem Projekt sie stammt, und führt mit einem Klick dorthin. Keine Zahl ohne Herkunft.
- Das Dashboard zeigt Gesamtprognose, Bezahlt, Offen und den Fertigstellungsgrad über den ganzen Verbund.
- Ein Projekt kann in mehreren Verbünden liegen — Bauabschnitt und Gesamtvorhaben nebeneinander, ohne Doppelpflege.
Weil der Verbund nichts besitzt, kann man auch nichts kaputt machen: Ein Projekt aus dem Verbund zu nehmen ändert am Projekt selbst nichts.
Quartier in zehn Minuten statt Quartierssoftware
Für genau diese Aufgabe — mehrere Bauvorhaben unter einem Dach auswerten — gibt es eine eigene Produktkategorie, und sie ist teuer. Die einschlägigen Plattformen richten sich an Großentwickler, institutionelle Investoren und Banken; PROBIS etwa wirbt mit über 1.000 Großprojekten. Preise stehen dort nicht; auch bei Alasco führt jede Preisstufe zu „Talk to sales", Einführung und Datenmigration sind kostenpflichtige Dienstleistungen. Das kann sich lohnen — wenn man ein Quartier dieser Größenordnung entwickelt und ein Team hat, das ein solches System einführt.
Unser Anspruch ist ein anderer, und er ist derselbe wie beim Projektraum: in fünf Minuten startklar. Ein Verbund entsteht in der Projektliste über „Neuer Projektverbund": Name vergeben, Organisation wählen, die beteiligten Projekte in einer Liste anhaken, fertig. Kein Einführungsprojekt, keine Beratungstage, keine Migration. Wer die Projekte schon in BlitzFin hat, ist in zehn Minuten durch — und wer sie noch nicht hat, legt sie in der üblichen Zeit an.
Uns ist wichtig, die Kirche im Dorf zu lassen: Ein Verbund ist keine Quartiersentwicklungs-Plattform und will keine sein. Er kann kein übergreifendes Termin- und Risikomanagement, keine Portfoliosteuerung, kein Bankenreporting-Modul. Er kann eine Sache, und die richtig: mehrere Kostenverfolgungen zu einer zusammenrechnen, ohne dass Sie dafür Ihre Projekte anders schneiden müssen. Für erstaunlich viele Vorhaben ist genau das der fehlende Baustein.
Neu: das Kennzeichen Xperimentell
Mit dem Projektverbund führen wir ein Kennzeichen ein, das Sie ab jetzt häufiger sehen werden. Xperimentell steht für junge Erweiterungen zum Ausprobieren: Sie sind fertig genug, um im Alltag zu tragen — aber wir geben keine Garantie, dass sie genau so dauerhaft bestehen bleiben. Details können sich ändern, wenn wir im Einsatz Besseres lernen.
Warum wir das kennzeichnen, statt einfach abzuwarten: Eine Funktion wie diese wird erst dann gut, wenn sie an echten Vorhaben scheitert oder besteht. Lieber liefern wir früh und sagen ehrlich dazu, woran Sie sind, als ein Jahr im Stillen zu feilen. Rückmeldungen sind zu solchen Erweiterungen darum besonders willkommen — sie entscheiden, was daraus wird.
Was der Verbund heute noch nicht kann
Der Ehrlichkeit halber, weil Xperimentell genau das bedeutet: Die Kostenverfolgung, die Kostengruppen-Übersicht und die Kernkennzahlen des Dashboards rechnen über den Verbund. Die Rechnungsliste, der Skonto-Radar und die Verlaufskurven bleiben vorerst dem einzelnen Projekt vorbehalten — sie lassen sich nicht seriös aus Summen ableiten, und wir zeigen lieber nichts als eine Zahl, die nicht stimmt. Was Ihnen fehlt, sagen Sie uns am besten direkt.
Ausprobieren
Der Projektverbund steht in jedem Tarif zur Verfügung, ohne Aufpreis. Sie finden ihn in der Projektliste, links neben „Neues Projekt". Und wenn Sie ein Vorhaben haben, bei dem Sie unsicher sind, wie Sie es schneiden sollen: Sprechen Sie uns an — diese Funktion ist aus genau solchen Gesprächen entstanden.